Meine Söhne geb ich nicht

Auf dem Weg nach Magdeburg hat B. heute erstmal schön das Auto voll gekotzt, was dazu geführt hat, dass ich zum ersten mal mit einem drei einhalb jährigen in Unterhosen auf einem Rastplatz stand. A. war noch recht gechillt, stand aber schon in den Startlöchern um RABATZ zu machen. Frau und ich blieben bemerkenswert ruhig und säuberten Kind und Auto recht fix um dann zu beschliessen: doch lieber umzukehren. Zu Hause angekommen, war der kleine “AutoVollKotzer” schon wieder so gut drauf, dass wir wahrscheinlich morgen früh noch mal einen Versuch starten werden die Grosseltern zu besuchen.

Am Abend code ich etwas für onbill und höre nebenbei Reinhard Mey und sitze innerlich wieder hinten rechts im Auto, wo früher als Kind immer mein Platz war, und ich lausche der eingelegten Kassette (mein Vater war/ist ein Fan und machte mich quasi auch zu einem). R.M. wurde über seine Musik über die Jahre so etwas wie ein Vorbild für mich, was die Lebensweisheit angeht, welche in (fast) allen seinen Liedern mitschwingt. Ich sitze hier mit Tränen in den Augen und einer Mords-Gänse-Haut, die kurz vorm Losflattern ist … und frage mich, was ich für ein Vater sein werde – und an was sich der kleine “Kotzer” so in dreizig Jahren erinnern wird.

Schlaf gut mein Kleiner und Gute Besserung – Ich hoffe ich werde Dich die richtigen Dinge lehren. Ich liebe Dich “mehr als mein Leben, mehr als mein Augenlicht …”

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